Die Burgerbibliothek Bern ist ein Kulturinstitut der Burgergemeinde Bern, das in seiner heutigen Form erst seit 1951 besteht, in seinem Kern jedoch weit in die Vergangenheit zurückreicht. Sie ist keine gewöhnliche Bibliothek, sondern ein Spezialinstitut mit weitgehendem Archivcharakter, das vor allem originale Quellen sammelt: Manuskripte und Archivalien verschiedenster Art, Buchhandschriften (Codices), Graphik- und Fotobestände.
Die Burgerbibliothek ist in drei Abteilungen gegliedert: Die Abteilung Helvetica-Bernensia ist die umfangreichste, umfasst sie doch rund 1700 Laufmeter Handschriften und Archivalien zur Schweizer und Berner Geschichte. Die Sammlung Bongarsiana ist international bekannt. Ihre Schwerpunkte bilden die römische Literatur, besonders Grammatik, Literatur und Geschichtsschreibung in Abschriften vornehmlich aus der karolingischen Epoche, sowie altfranzösische und mittelhochdeutsche Texte. Die Abteilung Graphik und Bibliographie besteht aus einer Graphik- und Fotosammlung mit über 30 000 historischen Bilddokumenten, darunter mindestens 4500 Ansichten der Stadt Bern und Umgebung, alte Berner Stadtpläne, Darstellungen bernischer Land- und Herrschaftssitze sowie Bildmaterial zu kulturhistorischen Themen. |